Vom Hobby zum eigenen Label…

…oder anders gesagt: Die meisten Leute kaufen ihre Klamotten von der Stange - aber es ist viel kreativer, seine Kleider selber zu nähen! Heute gibt es exklusiv auf Dollz4u.de den ersten Teil eines Interviews mit Miaka, der Gründerin des Labels Khaos-Kouture. Hier werdet ihr erfahren, wie sie überhaupt zum Nähen gekommen ist und wie sie es geschafft hat, aus ihrem Hobby einen richtigen Beruf zu machen. Viel Spaß!

Seit wann nähst du schon selber Kleider und bastelst Accessoires? Und wie bist du überhaupt darauf gekommen?

“Offiziell” und ernsthaft nähe ich seit etwa 4 oder 5 Jahren, so genau kann ich das gar nicht sagen. Der Auslöser dafür war, dass ich passende Klamotten für Fantasy- und Mittelalterveranstaltungen gesucht habe und mir die fertigen Kleidungsstücke einfach zu teuer waren. Also habe ich mir von meiner Mutter erklären lassen, wie ihre Nähmaschine funktioniert und mit Hilfe von Nähanleitungen aus dem Internet munter drauf los genäht.

Aber natürlich habe ich, um auch jedem Klischee gerecht zu werden, schon im Grundschulalter Klamotten für meine Barbies genäht. Ich habe auch früher gerne Klamotten umgenäht, z.B. aus engen Jeans Schlaghosen gemacht (heutzutage macht man das ja angeblich andersrum…) oder Hosen zu Röcken umgenäht. Das war allerdings damals mangels einer Nähmaschine alles 100% Handarbeit und daher wenig professionell und vor allem immer eine recht langsame Angelegenheit.

Mittlerweile machst du ja auch eine Ausbildung zur Maßschneiderin. Wann hast du beschlossen, dass das Nähen für dich nicht nur ein Hobby, sondern sogar dein Beruf werden soll?

Die Idee kam aufgrund der vielen positiven Reaktionen auf meine Klamotten. Ich habe, auch bei meinen Anfängerstücken, oft den Satz “Kannst du mir sowas auch nähen?” gehört und recht schnell erste Nähaufträge bekommen.

Anfangs hätte ich nicht gedacht dass tatsächlich jemand (ausgenommen Freunde und Verwandte) meine Sachen haben und auch noch Geld dafür ausgeben will, aber mit den ersten Aufträgen kam neben einer enormen Portion Stolz auch der Wille, das ganze “richtig” zu lernen. Nachdem ich dann eine Ausbildung im Büro aus diversen Gründen nach der Probezeit abgebrochen habe stand für mich fest, dass ich eine Schneiderausbildung machen will. Diesen Ausbildungsplatz habe ich dann tatsächlich auch direkt bekommen und bin inzwischen sicher, dass ich den richtigen Beruf für mich gefunden habe.

Und was willst du mal machen, wenn du mit der Ausbildung fertig bist?

Die Frage habe ich für mich selbst noch nicht 100% beantwortet… am liebsten würde ich mein kleines Label weiter ausbauen und irgendwann ausschließlich vom Verkauf meiner Werke leben. Ich sehe meine Zukunft jedenfalls nicht im klassischen Handwerk, auch wenn meine Ausbildung sich darauf stützt. Ich finde es zwar wichtig, alle Techniken zu beherrschen, möchte mich aber nicht auf die klassische Verarbeitung spezialisieren. Dafür experimentiere ich viel zu gerne mit Materialien und Formen.

Im zweiten Teil des Interviews gibt Miaka Tipps für Leute, die selber auch nähen wollen und plaudert ein wenig über den Stil ihrer Kreationen - demnächst exklusiv auf Dollz4u.de, nicht verpassen :)

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